Gutes Betriebsklima und flexible Arbeitszeiten als Instrument der Mitarbeiterbindung

Mann und Frau gutes Arbeitsklima und flexible Arbeitszeiten

In einer Zeit des demografischen Wandels und der voranschreitenden Digitalisierung, stellt die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern eine hohe Hürde für Arbeitgeber dar. Dies veranlasst Unternehmen dazu sich verstärkt auf die Bindung bereits integrierter und erfahrener Fachkräfte zu konzentrieren.
Für 57% der Arbeitnehmer spielt, laut dem Hays HR-Report 2018, vor allem ein gutes Betriebsklima und flexible Arbeitszeiten (46%) eine wichtige Rolle. Die markgerechte Entlohnung hat im Vergleich zum vergangenen Jahr an Wert verloren und befindet sich mit 44% nur noch an dritter Position. Diese Tatsache dürfte vor allem StartUps sowie kleine und mittelständische Unternehmen, welche ihren Mitarbeitern oftmals eine am Markt vergleichsweise geringe Entlohnung bieten können, Hoffnung machen.

Analyse als Grundlage eines guten Betriebsklimas
Doch um das Betriebsklima zu verbessern gilt es den Status quo zu erfassen und basierend auf den Ergebnissen entsprechende Maßnahmen umzusetzen. Dies kann entweder durch eine einfache Mitarbeiterbefragung oder durch die Durchführung einer psychischen Gefährdungsbeurteilung (psyGB), nach §5 ArbschG, geschehen. Wichtiger Faktor bei dieser Form der Befragung ist die Gewährleistung der Anonymität um so das Vertrauen der Mitarbeiter zu gewinnen und möglichst ehrliche Antworten zu erhalten. In diesem Zusammenhang bietet es sich an, auf digitale Tools am Markt zurückzugreifen.
Welche Kleinigkeiten ein gutes Arbeitsklima nach Meinung der Arbeitnehmer ausmachen, wird in einem Artikel der WirtschaftsWoche deutlich, laut welchem jeder zehnte in der Altersgruppe zwischen 25-34 Jahren aufgrund des Designs des Büros seinen Job kündigt.

Arbeitszeitmodelle hängen oftmals von Branche und Unternehmensgröße ab
Auch das Angebot der flexiblen Arbeitszeit nutzen immer mehr Arbeitgeber um ihre Attraktivität gegenüber ihren Mitarbeiter zu stärken. Laut dem Medienunternehmen WEKA machen besonders die öffentliche Verwaltung sowie der Finanz- und Versicherungssektor von dieser Methode der Mitarbeiterbindung gebrauch. In den genannten Branchen nehmen 78% bzw. 68% der Mitarbeiter das Angebot der flexiblen Arbeitszeit war. Eine Unterscheidung lässt sich auch hinsichtlich der Unternehmensgröße treffen. So nutzen vor allem Arbeitnehmer, welche in Großbetrieben (75%) beschäftigt sind das Modell der flexiblen Arbeitszeit.

Fazit
Eine Vielzahl der Unternehmen sind sich ihrer wertvollsten Ressource – dem Mitarbeiter – bewusst und sind daher bereit zu investieren. Jedoch ist dies mit einer einmaligen Investition nicht getan, sondern sollte als iterativer Vorgang betrachtet werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.