Abwechslungsreichtum

Durch vielseitige, unterschiedlich beanspruchende Tätigkeiten werden Arbeitszufriedenheit und Aufmerksamkeitsspanne gefördert. Aufgabenvielfalt stellt dabei im Job-Characteristics-Model (Hackman & Oldham, 1975) ein Kerncharakteristikum dar, welches Einfluss nimmt auf Arbeitsmotivation und –zufriedenheit sowie Wechselabsichten.

In welchen Bereichen kann Fehlbeanspruchung durch mangelnden Abwechslungsreichtum auftreten?

  • Tätigkeiten, bei welchen wenige Arbeitsschritte immer wieder ausgeführt werden müssen (z.B.: Produktion, Sachbearbeitung,..)
  • Arbeitsbereiche mit wenig Weiterbildungs- und Entwicklungsangeboten

Welche Beanspruchungsfolgen können durch diesen Arbeitsbedingungsfaktor auftreten?

Bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts konnte im Zuge der Simplifizierung der Arbeit (Taylorismus) festgestellt werden, dass zu monotone Arbeitsabläufe zu massivem Produktivitätsverlust und niedriger Arbeitszufriedenheit beitragen. Bereits frühe Ansätze der Arbeitsgestaltung etablierten als Antwort auf den Taylorismus die Prinzipien job rotation, job enlargement und job enrichtment. Diese haben zum Ziel psychische Ermüdung und damit einhergehende Leistungs- und Motivationseinbußen zu vermeiden.

Im Zuge des Wandels der Arbeit und höherer Notwendigkeit zu Ambidexterität könnten künftig auch Arbeitsaufgaben derart gestaltet sein, dass der Einzelne Abwechslungsreichtum durch die Kombination aus Routine- und Innovationsaufgaben erhält.
Einen guten Überblick liefert Parker, 2014.

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